Favourites

Vor ein oder zwei Tagen bin ich auf auf einen Status gestoßen, der nach den fünf Alben gefragt hat, die das eigene Leben am meisten verändert hätten. Eine schwere Frage. Zum einen hat wohl keine Platte mein Leben wirklich verändert. Zum anderen – fünf? Welche soll ich da nur auswählen… die erste, die ich mir selbst gekauft habe (Slowhand von Eric Clapton) sicher nicht. Aber es gibt doch eine Reihe von Alben, die meinen Musikgeschmack maßgeblich mitgeprägt haben und die ich rauf- und runtergehört habe. Es fällt mir schwer, fünf definitive auszuwählen, aber ich will es trotzdem versuchen:

  • von Eric Clapton. Clapton kann in der Liste nicht fehlen. Er war neben Mark Knopfler sicher der Gitarrist meiner Jugend und ist bis heute einer meiner größten Einflüsse. Ich verdanke ihm sogar meinen Gitarristen-Spitznamen »Slowfinger«. Just One Night ist bis heute für mich eines der besten Alben – live oder im Studio –, die er je aufgenommen hat.
  • von Van Morrison. Wieder ein Live-Album, und was für eins! Van Morrison ist und bleibt einer der größten Sänger, die ich je (auf Platte und Live) gehört habe. Bei diesem Album wird Morrison von so vielen großartigen Musikern begleitet, dass ich mir nicht die Mühe machen will, sie hier aufzuzählen. Auch nicht einzelne, ich ließe doch immer nur jemanden ganz wichtiges weg.
  • von Pink Floyd. Nicht mein Lieblingsalbum von Pink Floyd, aber sicher das prägendste für mich. Es war das erste Album, das ich von Pink Floyd gehört habe und gleichzeitig das erste Konzeptalbum, das ich kennengelernt habe. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Nächte ich das Album mit dem Walkman auf den Ohren gehört habe – unzählige.
  • , das Debutalbum der gleichnamigen Band. Ich war und bin großer Mark-Knopfler-Fan, angefangen mit dem Erstlingswerk von Dire Straits. Bis heute ist das eine meiner absoluten Lieblings-CDs. Mark Knopflers Gitarrenspiel ist einzigartig, ebenso seine Qualitäten als Songwriter, und das hört man schon bei dieser Platte. Sultans Of Swing war das erste Stück, dass ich im Rahmen meines Gitarren-Unterrichts Ton für Ton nachzuspielen gelernt habe. Das kann ich heute zwar nicht mehr, aber ich habe wertvolle Lektionen dabei mitgenommen. Ganz große Musik!
  • von Jethro Tull. Jethro Tull waren für mich sicher die Band meiner Jugend. Von keiner Band habe ich Songtexte und Biographie so sehr studiert, wie von Jethro Tull, auch wenn ich heute mehr oder weniger alles wieder vergessen habe. Live gesehen habe ich sie 1995 bei der Roots To Branches-Tour. Roots To Branches ist für mich das letzte Album der Band, bei der sie noch etwas neues geschafft haben und auch eines meiner Lieblinge. Prägender war für mich aber auch bei ihnen das Live-Album. (Vielleicht lohnt es sich für mich, darüber nachzudenken, wieso mich Live-Alben oft so sehr bewegt haben und noch bis heute tun, wie sich gleich noch zeigen wird…?)

favouritesBis auf die Platte von Van Morrison sind alle Alben geprägt von Gitarristen, auch wenn Pink Floyd für mich nie eine Gitarren-Band waren. Das ist kein Wunder, spiele ich doch selbst seit ca. 25 Jahren Gitarre. Mit den Jahren hat sich mein Schwerpunkt bei der Musik, die ich höre, allerdings gewandelt. Heute ist zum Beispiel viel mehr Jazz dabei. Da ich nämlich gerade so in Fahrt bin, möchte ich auch die fünf Platten nennen, die mich im zurückliegenden Jahr am meisten beeindruckt haben.

  • Sotho Blue von Abdullah Ibrahim & Ekaya. Völlig ohne Gitarren, aber ein so unfassbar entspannter Jazz, dass jeder Sonntagskaffee damit zur reinsten Meditation wird. Absolut empfehlenswert.
  • A Little Drop Of Poison von Rebekka Bakken mit der hr-Bigband. Hier hat Rebekka Bakken mit einer Bigband im Rücken ausschließlich Tom Waits-Songs vertont. Tom Waits ist ja auch so einer meiner heimlichen Helden. Unglaublich ausdrucksstarke Songs hat er geschrieben, und sie werden auf diesem Album von Rebekka Bakken auf ihre eigene Art genauso stark interpretiert. Plus: da ist eine klasse Bigband dabei. Nicht nur was für Bigband-Fans und/oder Tom Waits-Fans wie mich.
  • Krikel Krakel von Daniel Stelter. Dazu muss ich nichts mehr schreiben, das habe ich nämlich .
  • The Imagine Project von Herbie Hancock. Dass Hancock einer der ganz großen ist, muss man niemandem mehr erzählen. Dass sich dieses Album lohnt, vielleicht schon. .
  • Performing This Week… Live At Ronnie Scott’s von Jeff Beck. Wow, hat mich dieses Album umgehauen! Ich kenne Jeff Beck schon gefühlte Ewigkeiten, aber so richtig gepackt hat er mich erst, als ich dieses Album kennengelernt habe. Begleitet wird er darauf unter anderem von Vinnie Colaiuta (wer ihn nicht kennt: kennenlernen!) am Schlagzeug und dem Nachwuchstalent Tal Wilkenfeld am Bass. Beck zeigt seine komplette Vielseitigkeit als Gitarrist auf diesem Album. Leise, gefühlvoll singend, laut gequält schreiend und alles dazwischen. Was Beck seiner Stratocaster für Töne entlockt, ist der helle Wahnsinn. Das Konzert sprüht nur so vor Energie und Spielfreude. Streng genommen habe ich dieses Album nicht im zurückliegenden Jahr kennengelernt, sondern schon 2013, aber sein Impact auf mich ist noch immer so groß, dass es hier in der Liste erscheinen muss!

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